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    <title>Contaminati! (Putting the Leistung back in Fehlleistung)</title>
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    <description>Putting the Leistung back in Fehlleistung</description>
    <dc:publisher>arepo</dc:publisher>
    <dc:creator>arepo</dc:creator>
    <dc:date>2009-11-25T22:08:09Z</dc:date>
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    <title>Contaminati!</title>
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    <title>Osterei, vorfristiges</title>
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    <description>&lt;i&gt;Wie &lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://contaminati.twoday.net/20050630/&quot;&gt;&lt;i&gt;schon&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; &lt;i&gt;gesagt: Aktualität ist kein hervorstechendes Merkmal dieses Blogs. Außerdem wird man doch mal ein bisschen was nachtragen dürfen, wenn man fast drei Jahre nicht geschrieben hat. (Weiß gar nicht: Gibts dieses Blogosphären-Ding eigentlich noch, oder sitze ich inzwischen ganz alleine hier?)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Der Senator hatte ein schlechtes Gewissen. Er saß im Zug nach Berlin, wo er gemeinsam mit der Senatorin und seiner 19jährigen Tochter die Osterferien verbringen wollte. Das letzte Mal hatte er die Familie vor etwa einem Monat für ein Wochenende gesehen, wie auch das Mal davor und das Mal davor. Der Senator war für ein Jahr nach Süddeutschland gegangen, an die sechs Stunden von zu Hause entfernt, an ein Ausbildungsinstitut, wo er sich das Zeug und die Qualifikation zu einem neuen Beruf verschaffen wollte. Es sollte Schluss sein mit dem trostlosen Dasein als Computersklave im Dienste der Industrie, Schluss mit dem einsamen Alltag am Schreibtisch: Etwas Kreatives sollte es sein, Arbeit mit Menschen, Spaß machen sollte es, der Fantasie etwas zu tun geben, Lebendig sein und angenehmere Aufregungen bieten als unrealistische Deadlines und Kunden mit zweifelhafter Zahlungsmoral. Also zum Beispiel: Theaterpädagogik.&lt;br /&gt;
OK. Der Senator hat also die unbefriedigende Übersetzerei an den Nagel gehängt und lernt jetzt auf Theaterpädagoge. Das macht Spaß, das tut ihm gut (in vier Monaten nimmt er sieben Kilo ab), das bringt ihn an ungekannte Orte (seit Januar geht er regelmäßig in den Knast und spielt mit Dieben, Räubern und Sexualstraftätern Theater). Das bringt Herausforderungen mit sich - zum Teil welche, die er vorhersah, zum Teil ganz ungeahnte.&lt;br /&gt;
Dass eine solche Herausforderung wie diese auf ihn zu kommen könnte, hatte er geahnt (ach was, alter Heuchler, geahnt: Das hattest du doch gewollt!): Da gibt es diese absolut faszinierende Mitschülerin mit dem brennenden Blick, die Anglerin. Er möchte ihr am liebsten dauernd in die Augen sehen. Er möchte noch einiges mehr. Zum Beispiel mal mit ihr ins Kino gehen. Einen Wein trinken. Für den Anfang. &lt;br /&gt;
Im Kino waren sie schon, vor ein paar Wochen. Gestern dann das mit dem Wein. So ein schöner Abend. Sie haben über dies und das geredet, der Senator hat ein wenig durchblicken lassen, wie es ihm mit der Anglerin geht. So durch die Blume erst einmal, aber eigentlich schon zu deuten. Und als sich die zwei dann auf dem Heimweg am Fluss zum Abschied drücken, sagt der Senator ihr: Weißt du, Anglerin, ich hab dich sehr gern. Ich dich auch, sagt sie.&lt;br /&gt;
Nach nur vier Stunden Schlaf ist der Senator hellwach: Seine Haut brennt vor Sehnsucht. Wieso ist die Anglerin jetzt nicht hier, denkt er, das geht doch nicht so. Er kann nicht wieder einschlafen. Also macht er ein bisschen sauber, packt seine Sachen und nimmt einen Zug früher. In dem sitzt er jetzt also, Gründonnerstag 2009, und denkt an die Anglerin. Und er hat ein schlechtes Gewissen: er nähert sich immer mehr Berlin, wo doch die Senatorin und die Tochter auf ihn warten. Wär gut, wenn ich die Anglerin für die nächste Woche aus dem Kopf bekommen könnte, denkt er. Am besten gleich, noch ehe der Zug Berlin erreicht.&lt;br /&gt;
Aber weder den Gedanken an die Anglerin noch das schlechte Gewissen kann der Senator im Zug zurücklassen. Aufgeregt kommt er zu Hause an, die Tochter öffnet ihm, nein, Mama ist noch in Hamburg, die macht da ja auch gerade berufliche Neuausrichtung. Weißt du, dass Mama neun Kilo abgenommen hat? Und ich sieben, strahlt der Senator. Ja, meint die Tochter. Du wolltest das ja auch. Aber Mama isst einfach nicht mehr. Der Senator schickt ihr eine SMS: Ich bin da, wann kommst du? Und muss sich jetzt erst einmal hinlegen, vier Stunden Schlaf halten nicht lange vor, wenn man keine Dreißig mehr ist. Er schläft wie ein Stein. Als er aufwacht, ist es sechs Uhr abends, und er sieht, dass die Senatorin geantwortet hat: Ich komme um acht, muss dir was Wichtiges sagen.&lt;br /&gt;
Der Senator kocht sich einen Kaffee. Wie kann sie davon erfahren haben, denkt er? Er ist entschlossen, alles abzustreiten.&lt;br /&gt;
Er geht auf den Hof, eine rauchen. Er kocht sich noch einen Kaffee. Mit irgendwelchen weiteren Aktivitäten, an die er sich danach nicht mehr erinnern können wird, bringt er irgendwie die Zeit bis um acht rum. Pünktlich dreht sich der Schlüssel im Schloss. Er geht der Senatorin entgegen, die ist ja wirklich dünn geworden, sie zittert, blickt so in sich gekehrt. Was ist denn los, fragt der Senator. Setz dich doch erst mal. &lt;br /&gt;
Jetzt sitzen sie. Du, sagt die Senatorin. Es gibt einen anderen Mann.&lt;br /&gt;
Darauf war der Senator jetzt doch nicht gefasst.</description>
    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    <dc:subject>Beziehungsweise</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Senator Arepo</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-21T11:09:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://contaminati.twoday.net/stories/3032102/">
    <title>Hier passiert gerade nichts</title>
    <link>http://contaminati.twoday.net/stories/3032102/</link>
    <description>weil das, was gerade passiert, woanders passiert. &lt;br /&gt;
Und das Mitteilungsbedürfnis auch weitgehend gedeckt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mal sehn, ob sich das noch mal ändert.</description>
    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Senator Arepo</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-06T16:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://contaminati.twoday.net/stories/2684936/">
    <title>Aufgeklärtes Christentum, ein Traum</title>
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    <description>Wie er an diesen Kleinkunst-Veranstaltungsort geraten ist, ist dem Senator schleierhaft. Jedenfalls albern da auf der Bühne zwei Komödianten* mit einem Kondom herum. Im Publikum der Papst, er amüsiert sich prächtig. Nach der Nummer erhebt er sich, um sich folgendermaßen dem Publikum zuzuwenden: Sehen Sie, meine Damen und Herren, es ist ja gar nicht so, dass wir Kondome pauschal verteufeln würden. Wir sind lediglich dagegen, dass sie beim Geschlechtsverkehr Verwendung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für Leser unter 30: Comedians</description>
    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Senator Arepo</dc:rights>
    <dc:date>2006-09-18T07:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://contaminati.twoday.net/stories/1646242/">
    <title>DEFA, 1963</title>
    <link>http://contaminati.twoday.net/stories/1646242/</link>
    <description>Beim Drehen gab es manchmal auch schwierige Situationen. In der Schlussszene [...] sollte Jürgen bitterlich weinen. Wie aber konnte ich ihn dazu bringen? Ich war völlig ratlos. Die Mutter riet, ihm unmittelbar vorher eine &lt;a href=&quot;http://www.superillu.de/kino-tv/Das_Buchenwald-Kind_-_die_wahre_Geschichte_51932.html&quot;&gt;runterzuhauen&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    <dc:subject>Wo leben wir denn</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Senator Arepo</dc:rights>
    <dc:date>2006-03-03T09:33:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://contaminati.twoday.net/stories/1605007/">
    <title>Tohuwabohu</title>
    <link>http://contaminati.twoday.net/stories/1605007/</link>
    <description>(Für &lt;a href=&quot;http://xrays.antville.org/stories/1335811/&quot;&gt;Fr. Isabo&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tohu:&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;367&quot; alt=&quot;tohu1&quot; width=&quot;402&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/contaminati/images/tohu1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bohu:&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;125&quot; alt=&quot;bohu&quot; width=&quot;413&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/contaminati/images/bohu.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&lt;a  href=&quot;http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3540028234/&quot;&gt;Gesenius&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Senator Arepo</dc:rights>
    <dc:date>2006-02-22T11:50:31Z</dc:date>
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    <title>Abenteuer eines notorischen Zuspätkommers</title>
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    <description>Das ist aber noch gar nicht die Fünfzehn, widerspricht der Taxifahrer. Ist aber das richtige Haus, sagt der Senator. Er &lt;a href=&quot;http://contaminati.twoday.net/stories/729729/&quot;&gt;kennt&lt;/a&gt; es. Macht neun Euro sechzig. Zehn. Danke. Der Taxifahrer hebt Koffer und Rucksack auf den Gehweg und fährt ab. &lt;br /&gt;
Die Straße ist jetzt leer. Der Senator klingelt an der Tür der psychotherapeutischen Klinik des Dr. Z.&lt;br /&gt;
Guten Tag, mein Name ist Arepo, ich komme zur Aufnahme. &lt;br /&gt;
Die ist doch erst morgen, entgegnet verblüfft der Klingeldienst.</description>
    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    <dc:subject>Zuecho</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Senator Arepo</dc:rights>
    <dc:date>2006-02-08T14:04:51Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://contaminati.twoday.net/stories/1377562/">
    <title>Der Senator fährt zur Kur</title>
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    <description>und macht den Laden hier erst einmal für vier Wochen dicht. Danach geht es weiter. Oder nicht.</description>
    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    <dc:subject>Zuecho</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Senator Arepo</dc:rights>
    <dc:date>2006-01-08T00:11:55Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://contaminati.twoday.net/stories/1364486/">
    <title>Jugendfreundin Merkel</title>
    <link>http://contaminati.twoday.net/stories/1364486/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/feuilleton/514428.html&quot;&gt;Sehr hübsch:&lt;/a&gt; &lt;cite&gt;Angela Merkel bringt einen längst vergessen geglaubten Stil in die bundesdeutsche Politik: und zwar mit der offiziellen Sprache der DDR, in der sie einst sozialisiert wurde.[...] &lt;br /&gt;
Schon, wie sich Angela Merkel an die Bürger wendet: &quot;Was kann man alles in einem Jahr erreichen? Es ist eine ganze Menge! Wie wäre es, wenn wir uns heute Abend das Ziel setzen, im kommenden Jahr überall noch ein wenig mehr als bisher zu vollbringen?&quot; Das klingt nach Lernkonferenz in der Pioniergruppe [...]&lt;/cite&gt; &lt;br /&gt;
Und jetzt weiß ich endlich auch, an wen die mich immer erinnert: An meine alte GOL-Sekretärin!</description>
    <dc:creator>Inspektor Pareto</dc:creator>
    <dc:subject>Wo leben wir denn</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Inspektor Pareto</dc:rights>
    <dc:date>2006-01-05T08:09:17Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://contaminati.twoday.net/stories/1346135/">
    <title>Lacans Grill</title>
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    <description>(Verleser, Imbissbude in der Langhansstraße)&lt;br /&gt;
(t minus 7)</description>
    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Senator Arepo</dc:rights>
    <dc:date>2006-01-01T21:22:07Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://contaminati.twoday.net/stories/1343361/">
    <title>Top dingsda 2005</title>
    <link>http://contaminati.twoday.net/stories/1343361/</link>
    <description>Film: Dear Wendy&lt;br /&gt;
Konzert: Erdmöbel im Frannz&lt;br /&gt;
Buch: Thomas Kunst, &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3627001222&quot;&gt;Was wäre ich am Fenster ohne Wale&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
Fehler: Glauben, drüber zu stehen.&lt;br /&gt;
Entscheidung: Dr. Z. noch einmal, nicht &lt;a href=&quot;http://contaminati.twoday.net/stories/729729/&quot;&gt;privat&lt;/a&gt;. (t minus 8).</description>
    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Senator Arepo</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-31T18:52:25Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://contaminati.twoday.net/stories/1343338/">
    <title>Schwill steigt Hummer und Karm</title>
    <link>http://contaminati.twoday.net/stories/1343338/</link>
    
    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Senator Arepo</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-31T18:44:21Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://contaminati.twoday.net/stories/1323552/">
    <title>Gustje friert.</title>
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    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Senator Arepo</dc:rights>
    <dc:date>2005-12-24T21:40:22Z</dc:date>
  </item>
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    <title>Schwarzes Aikido*</title>
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    <description>&lt;i&gt;(Nein, Aktualität ist keine hervorstechende Eigenschaft dieses Weblogs. Die geschilderten Ereignisse sind eine gute Woche alt.)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienstag.&lt;br /&gt;
Und fahr vorsichtig, riet ihm E. am Telefon. Kürzlich nämlich erst sei ein Bekannter in die Straßenbahnschienen geraten und gestürzt, wobei er sich schrecklich wehgetan hätte. &lt;br /&gt;
Der Senator schwor, er würde die Strecken mit den Gleisen meiden, und erinnerte sich sofort wieder, wie er mit zwölf Jahren arglos versucht hatte, mit seinem Rad in der Gleisspur der Greifswalder Hafenbahn zu fahren, welches Kunststück ihm etwa zwei Zehntelsekunden lang glückte. Zwei Zehntelsekunden reichen nicht, auch noch das Hinterrad in die Rinne zu bekommen, aber er hat es danach nie wieder versucht. Der Fall war hart und schmerzhaft gewesen und hatte ihn einiges über die Voraussetzungen des Balancehaltens auf einem Fahrrad gelehrt. Seitdem kreuzt er Gleise nur noch in möglichst großem Winkel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittwoch.&lt;br /&gt;
Der Senator bog in die Kastanienallee ein, sah die Straßenbahnschienen, und musste gleich an das Gespräch vom Vortag denken. Das wäre jetzt echt ironisch, dachte er, hehe, aber nicht mit mir. Sicher mied er die Nähe der Gleise, kreuzte sie, wo eine Linie rechts zum Zionskirchplatz abbiegt, in großem Winkel und rollte den Weinbergsweg hinab. Wo das Gefälle endet, geht es links in die Zehdenicker Straße, und die war das Ziel des Senators. Um da einzubiegen, würde er kurz nach rechts ausholen, um dann im großen Winkel nach links die Schienen zu schneiden. Kein Gegenverkehr, alles klar. Jedenfalls fast. Unangenehm dicht hinter dem Senator fuhr ein Auto, das nicht überholte. Also streckte der Senator die linke Hand aus, jetzt würde das Auto ein wenig mehr Abstand halten. Denkste. Na gut, der Senator kennt sich aus. Wenn einem einer so dicht auf den Fersen ist, kann man natürlich nicht in großem Winkel abbiegen, da verliert man zu sehr an Vortrieb. In solchen Situationen muss man sich langsam nach links vorarbeiten, im kleinen Winkel. &lt;br /&gt;
Im nächsten Moment wusste er wieder, warum hier nur der große Winkel in Frage kam, aber da war es zu spät. Das Vorderrad war in den Schienen. Zwei Zehntelsekunden später lag der Senator auf dem Pflaster.

&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Gepriesen sei der Autofahrer, der jetzt doch noch die Bremse fand. &lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gepriesen sei die Lederjacke, ohne die die großflächige Abschürfung am Unterarm sicher viel unappetitlicher ausgefallen wäre.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gepriesen sei der Röntgenbefund, der da sagt Kein klarer Anhaltspunkt für eine frische Fraktur.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gepriesen sei Voltaren Schmerzgel, in großzügiger Dosierung auf dem Unterschenkel appliziert.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

Montag. &lt;br /&gt;
Aber Laufen geht immer noch nicht wieder so richtig.&lt;br /&gt;
Die Senatorin, die es liebt, Dinge symbolisch zu verstehen, fragt: Kann es sein, dass du dich leicht aus der Spur werfen lässt, wenn jemand hinter dir drängelt? &lt;br /&gt;
Der Senator meditiert über diese Interpretation und gelangt zu der Einsicht, dass die es nicht trifft. Was einen zu Fall bringt, ist, wenn man &lt;i&gt;in&lt;/i&gt; die Spur kommt. Das hat er schon mindestens zweimal erlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;i&gt;Aikido ist eine Kampfkunst, bei der der Angreifer geworfen wird, indem zunächst dessen Denken umgeleitet wird.&lt;/i&gt; (Kursbeschreibung aus dem FU-Hochschulsportprogramm von anno dunnemals)</description>
    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Senator Arepo</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-30T14:24:49Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://contaminati.twoday.net/stories/792356/">
    <title>S. 23, Satz 5</title>
    <link>http://contaminati.twoday.net/stories/792356/</link>
    <description>&quot;Wir wußten sehr wohl, daß die Zeit auch oben floß, aber wir hatten schon die Kraft nicht mehr, dort hinzugelangen ... über die Dächer, auf denen Maschinengewehre stehen konnten ... nicht unbedingt mußten ... aber um die ging es gar nicht so sehr, da gab es auch Vogelnester, wo pestkranke Taubenmutationen geboren wurden, Nester, aus denen die kleinen Piepmätze rausfielen, nur mehr Degenerationen von Vögeln, vollgepumpt mit Chemie, wenn sie das erste Mal zu fliegen versuchten, plumpsten sie schutzlos aufs Pflaster, ohne daß sich eine weiche Hand zwischen sie und die Welt geschoben hätte, und zu hören war kein Vogelschreien, sondern der heisere Laut einer neuen Kreatur, der kleinen Mißgeburt der Pest, keiner hat&#39;s gehört, nur vielleicht der ALTE BOG, und diese Geschöpfe wurden nur für ein Leben in Angst und ohne Hoffnung geboren, und das wußten sie nicht einmal, aber ich wußte es, und deswegen konnte ich nicht nach da oben.&quot;&lt;br /&gt;
Jachym Topol: &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3518456563/&quot;&gt;Die Schwester&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(zitiert nach der Hardcoverausgabe )&lt;br /&gt;
Spiel gefunden bei &lt;a href=&quot;http://akimbo.twoday.net/stories/790936/&quot;&gt;akimbo&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Senator Arepo</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-24T20:44:20Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://contaminati.twoday.net/stories/780880/">
    <title>Ich will einen Aprikosenwäscher,</title>
    <link>http://contaminati.twoday.net/stories/780880/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Toiletten_in_Japan&quot;&gt;eine Geräuschprinzessin und grüne Pantoffeln!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(via &lt;a href=&quot;http://bov.antville.org/stories/1150478&quot;&gt;bov&lt;/a&gt;)</description>
    <dc:creator>Senator Arepo</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Senator Arepo</dc:rights>
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